Datenschutz ist längst kein Nischenthema mehr – für Unternehmen jeder Größe ist er zur grundlegenden Verpflichtung geworden. Wie man die DSGVO aktiv lebt, Risiken minimiert und Datenschutz als Wettbewerbsvorteil nutzt, zeigen Günter Omer und Richard Gschank von der tablegray services gmbh, die sich als Schnittstelle zwischen Technologie und Recht verstehen.
Ein Jahrzehnt Engagement für Datenschutz
Die tablegray services gmbh feierte vor Kurzem ihr 10-jähriges Bestehen und wurde dazu von der WKO Steiermark ausgezeichnet. Doch war das Thema Datenschutz bei der Gründung des Unternehmens bereits so präsent wie heute?
Von IT-Dienstleistung zur Datenschutz-Kompetenz
Laut Geschäftsführer Ing. Mag. iur. Günter Omer startete man als klassischer IT-Dienstleister. Erst durch die Einführung der DSGVO 2018 entstanden neue Herausforderungen. Unternehmen aller Branchen mussten plötzlich klären, ob ihre digitalen Plattformen und Prozesse rechtlich abgesichert waren.
Omer betont, dass die DSGVO zum Umdenken geführt hat: Die fortschreitende Digitalisierung, der Aufschwung von KI-Lösungen und steigende Anforderungen an Informationssicherheit haben das Thema Datenschutz weiter komplex gemacht. Das war auch der Anlass für die Spezialisierung auf diesen Bereich.
Datenschutz – ein Querschnittsthema
Mitgründer Mag. iur. Richard Gschank, BA, erklärt, wie vielseitig Datenschutz ist: Er betrifft Organisation, Technik, Prozesse, Verträge und nicht zuletzt die Schulung der Mitarbeitenden. Die grundlegende Frage vieler Unternehmen lautet zu Beginn: „Was genau müssen wir tun?“ Bald wird klar, dass neben klaren Abläufen vor allem Dokumentation und Verantwortlichkeiten entscheidend sind.
Zudem erschwert die stetige Entwicklung der Rechtsprechung den Alltag. Wer rechtssicher agieren will, braucht umfassenden Überblick und die Fähigkeit, Vorgaben auch praktisch umzusetzen.
Herausforderungen der DSGVO-Umsetzung im Alltag
Günter Omer hebt hervor, dass das Verarbeiten von Daten zwar schon immer zentral für Unternehmen war, aber die gesetzlich verpflichtende Umsetzung der DSGVO neue, komplexe Strukturen erfordert.
Wichtig sei, zunächst eine genaue Bestandsaufnahme zu machen: Welche Daten werden wie verarbeitet? Welche Systeme und Dienstleister sind im Einsatz? Auf dieser Basis kann die Umsetzung priorisiert und effizient gestaltet werden, um das benötigte Compliance-Niveau zu erreichen.
Der Faktor Mensch: Kapazitäten und Kompetenzen
Laut Richard Gschank scheitern Unternehmen oft nicht am Willen, Datenschutz vorbildlich umzusetzen, sondern an den verfügbaren Ressourcen. Gerade kleinere Betriebe profitieren davon, den Weg in klaren, praktikablen Schritten zu gehen: von verständlichen Richtlinien über Routinen bis zu regelmäßigen Schulungen.
Nicht zu unterschätzen ist der Vertrauensaspekt: Ein verantwortungsvoller Umgang mit Daten beeinflusst heute maßgeblich die Entscheidungen von Banken, Versicherungen oder Geschäftspartnern.
Praxis-Tipp: Prozesse verankern und Risiken minimieren
Abschließend rät Günter Omer, durch klare Abläufe, definiertes Verantwortungsbewusstsein sowie gezielte Schulungen das Risiko von Datenschutzverfehlungen zu verringern. Externer Input und professionelle Begleitung helfen, die Vorgaben strukturiert und nachhaltig in den Betriebsalltag zu integrieren.




